Um eine sportliche Leistung zu erbringen ist die Muskulatur auf verschiedene Energiequellen angewiesen. Grundlegend unterscheidet man zwischen aerober (mit Sauerstoff, oxydativ) und anaerober (ohne Sauerstoff, anoxydativ) Energiebereitstellung. Bei einer Belastungsdauer ab etwa einer Minute nimmt der aerobe Energiestoffwechsel eine stärkere Rolle ein. Bei einem Marathon beispielsweise wird der Großteil der Energie über den aeroben Stoffwechsel bereitgestellt.

Eine Laktatleistungsdiagnostik kann dabei helfen die beiden Schwellen (aerob und anaerob) zu bestimmen. Hierbei wird mittels Blutabnahme das Laktat (Salz der Milchsäure, welches bei ansteigendem Sauerstoffmangel entsteht) bestimmt. Aus einem Laktatstufentest am Laufband kann zum Beispiel eine Laktatleistungskurve erstellt werden. Anhand dieser Kurve können die aerobe und anaerobe bzw. die individuellen Schwellen abgelesen werden und dabei helfen die Leistungsfähigkeit des Sportlers besser einzuschätzen.

Die daraus resultierenden Trainingsbereiche können vom Trainer zur Trainingssteuerung herangezogen werden. Durch eine effektive und individuell angepasste Belastung kann somit die sportliche Leistungsfähigkeit optimal entfaltet werden.

  • Aerobe Schwelle 2mmol/l
  • Anaerobe Schwelle 4mmol/l

(Marquardt M., 2008, Die Laufbibel)