Laufverletzungen
Häufig können von einem flaschen Laufstil Probleme auftreten. Typische Verletzungen von Läufer/innen kommen in den Bereichen Schultergürtel, HWS, LWS, Hüfte, Knie, Unterschenkel und Fuß vor. Mit der richtigen Lauftechnik und einem ausgewogenen Zusatztraining können diese Probleme vermieden werden und ein gesunder Laufstil aufrechterhalten bleiben!
Lauftechnik
Knieverletzungen, Fuß- und Rückenprobleme (LWS) sind häufige "Leiden" von Läufer/innen. Beschwerden sind nicht selten die Folge von falschen Laufbelastungen bzw. Überlastungen des passiven Bewegungsapparates. Neben einem gezielten Krafttraining (Rumpfstabilisation) spielt die individuell-optimale Lauftechnik eine sehr wichtige Rolle.
Eine professionelle Analyse der Lauftechnik kann dabei helfen Schmerzen zu vermeiden und den Bewegungsappart zu schützen. Beispielsweise kann ein falscher Fußaufsatz nicht nur sehr ineffektiv sein, sondern auch sehr schnell zu Problemen im Knie bzw. in der Hüfte führen. Oft liegt die Ursache für Beschwerden nicht dort wo Schmerzen auftreten. Ein geschultes Auge vom Profi findet sehr schnell Bewegungsfehler. Durch gezielte Übungen und Techniktraining können diese potentiellen Fehlerquellen ausgebessert werden.
Lauf-ABC Übungen sind eine Form, um eine optimale Lauftechnik zu erlangen und das Bewegungsspektrum zu erweitern. Diese Übungen gehören zur Grundausstattung jedes Läufers und jeder Läuferin, egal ob Anfänger/in oder fortgeschritter Athlet/in.
Ganzheitliches Training
Laufen ist nicht nur monoton "dahinlaufen", sondern besteht aus verschiedenen komplexen sich beeinflussenden Faktoren. Je mehr man die Zusammenhänge erkennt, versteht und trainiert, desto schneller, gesünder und ökonomischer wird man laufen! Deshalb vermitteln wir in unseren Workshops ein ganzheitliches Konzept von und für Läufer/innen!

In unseren Workshops vermittlen wir ein ganzheitliches Konzept für ein effektiveres Training mit mehr Qualität. Neben Stabilität, Kraft, Koordination, Dehnen und Beweglichkeit zeigen wir Ihnen vor allem eine ökonomische Lauftechnik. Nur ein ausgeglichenes System kann höheren Belastungen stand halten und verletzungsfrei bleiben.
Ausdauertraining
Unter Ausdauer versteht man allgemein die psycho-physische Ermüdungswiederstandsfähigkeit des Sportlers. (Weineck J., 2009, Optimales Training)
Eine gut entwickelte Grundlagenausdauer führt nach Weineck zu einer Steigerung der sportlichen Leistungsfähigkeit und bewirkt u.a. folgende Faktoren:
- Erhöhung der physischen Leistungsfähigkeit
- Optimierung der Erholungsfähigkeit
- Minimierung von Verletzungen
- Steigerung der psychischen Belastbarkeit
- Stabile Gesundheit
Ausdauertraining spielt somit nicht nur eine Rolle bei der Verbesserung der sportlichen Leistungsfähigkeit, sondern hilft uns auch den täglichen Anforderungen des Lebens besser stand zu halten. Ein gut trainierter Körper bleibt länger gesund, steigert unser Wohlbefinden und gibt uns ein besseres Lebensgefühl bis in das hohe Alter!
Neben dem Training der Ausdauer ist es auch wichtig die Komponenten der Kraft, Beweglichkeit und Koordination zu trainieren. Nur so kann ein ganzheitliches Training gewährleistet werden. Ein gesunder Körper ist die beste Voraussetzung für einen gesunden Geist!
Rumpfstabilisation
"In der Mitte liegt die Kraft" nicht nur für Schwimmer, sonder auch für Läufer und Radfahrer. Eine gute Rumpfkraft ist zum Beispiel essentiell für eine stabile Lauftechnik. Nur wenn das ganze System stark genug ist, kann eine optimale und gesunde Leistungsentwicklung stattfinden. Das schwächste Glied gibt immer nach und spätestens bei einem Marathon bei KM 30 wird sich zeigen, ob neben einer guten Lauftechnik auch die Muskulatur auf die Belastung ausreichend vorbereitet ist.
Spezielle Übungen helfen dabei die Muskulatur optimal zu entwickeln. Der Profi erklärt Ihnen gerne was sich hinter fantasievollen Namen wie "Käfer", und "Standwaage" verbirgt und wie Sie Sit-ups effektiv ausführen.
Daher sollte ein Lauftraining nicht nur aus dem Laufen selber bestehen, sondern immer auch mit einem speziellen Krafttraining kombiniert werden!
Hier drei Übungen, die im Trainingsrepertoire nicht fehlen sollten.
- Unterarmstütz zur Kräftigung der LWS
- Sit-ups zur Kräftigung der Bauchmuskulatur
- Seitstütz für die optimale Stabilität beim Laufen
Zusätzlich sollten zu einem abwechslungsreichen Lauftraining auch das Lauf ABC sowie ein Koordinationstraining nicht fehlen!
Energiebereitstellung und Laktat
Um eine sportliche Leistung zu erbringen ist die Muskulatur auf verschiedene Energiequellen angewiesen. Grundlegend unterscheidet man zwischen aerober (mit Sauerstoff, oxydativ) und anaerober (ohne Sauerstoff, anoxydativ) Energiebereitstellung. Bei einer Belastungsdauer ab etwa einer Minute nimmt der aerobe Energiestoffwechsel eine stärkere Rolle ein. Bei einem Marathon beispielsweise wird der Großteil der Energie über den aeroben Stoffwechsel bereitgestellt.
Eine Laktatleistungsdiagnostik kann dabei helfen die beiden Schwellen (aerob und anaerob) zu bestimmen. Hierbei wird mittels Blutabnahme das Laktat (Salz der Milchsäure, welches bei ansteigendem Sauerstoffmangel entsteht) bestimmt. Aus einem Laktatstufentest am Laufband kann zum Beispiel eine Laktatleistungskurve erstellt werden. Anhand dieser Kurve können die aerobe und anaerobe bzw. die individuellen Schwellen abgelesen werden und dabei helfen die Leistungsfähigkeit des Sportlers besser einzuschätzen.
Die daraus resultierenden Trainingsbereiche können vom Trainer zur Trainingssteuerung herangezogen werden. Durch eine effektive und individuell angepasste Belastung kann somit die sportliche Leistungsfähigkeit optimal entfaltet werden.
- Aerobe Schwelle 2mmol/l
- Anaerobe Schwelle 4mmol/l
(Marquardt M., 2008, Die Laufbibel)


